Von der ersten Idee bis heute, ein kleines Tagebuch

Das Joyful-Voices-Tagebuch 2015 Da sich viele Ereignisse wiederholen, beenden wir an dieser Stelle unser Tagesbuch.

Die Weihnachtspause währte nicht lange. Schon am 06.01.2015 hatten wir unsere erste Probe im neuen Jahr. Danach vergeht die Zeit bis zum Probenwochenende und unserem Jahreskonzert immer wie im Flug. Die Ausgabe der Konzertkarten war am 10. Januar 2015 in der Kirche. Unglaublich, aber auch in diesem Jahr war die Nachfrage wieder sehr groß. Die Karten für das Konzert am Samstag waren im Nu vergriffen, von den Sonntagskonzerten blieb ein kleiner Rest übrig. Und das, obwohl wir pro Konzert 50 zusätzliche Plätze angeboten hatten. Auch in diesem Jahr gab es die Möglichkeit, Tickets per E-Mail zu bestellen. Viele haben das Angebot genutzt, insbesondere nach dem 10. Januar. Irgendwie haben wir es wieder geschafft, die meisten Fans noch mit Karten zu versorgen. Aber auch hier gilt natürlich der Spruch mit dem frühen Vogel, der den Wurm fängt!

Für das nächste Konzert können wir nur allen Gospelfreunden empfehlen, sich rechtzeitig um Tickets zu bemühen. Alle, die uns ihre Mail-Adresse gegeben haben, informieren wir im Dezember Über das Konzert und die Kartenausgabe.

Unser Probenwochenende in den neu gewählten Räumlichkeiten war sehr erfolgreich. Der Probenraum war technisch super ausgestattet, hatte eine exzellente Akustik und eine optimale Raumgröße. Zudem waren die Unterbringung und die Verpflegung angenehm. Es stimmte alles, sogar das auf der Hinfahrt am Freitag eintretende Winterwetter mit Schneefall und am Samstag sogar Sonnenschein. Zwei Wochen vor dem Konzert gibt es noch einiges zu feilen. Der Chor und die Musiker müssen sich aufeinander einstimmen. Ein Teil des Chores beherrscht schon die Noten und Texte, andere Sängerinnen und Sänger sind mit beidem noch nicht so vertraut. Dennoch haben wir nach so vielen Chorjahren ein Gefühl dafür, wo wir nach dem Probenwochenende stehen und was wir noch tun müssen. Dafür bleiben uns dann exakt noch zwei Probentage.

Ein Jahr haben wir immer Zeit, uns auf das nächste Jahreskonzert einzustimmen, und dann ist es trotzdem sehr plötzlich da. Sobald es möglich ist, wird die Chortribüne im Altarraum der Heilandkirche aufgebaut. Die Technik ist am Donnerstag dran. Viele, viele Meter Kabel werden im gesamten Kirchenraum verlegt, Lautsprecher und Mikrofone aufgestellt und große Scheinwerfer installiert. Am Freitagnachmittag trifft sich eine Gruppe aus Chormitgliedern, um die Kirche zu dekorieren. Nach und nach treffen die Musiker ein und bauen ihr Equipment auf. Ein wenig Spannung erfüllt alle Beteiligten, aber auch viel Vorfreude, denn wir wissen jedes Mal, dass die Heilandkirche bis auf den letzten Platz ausgebucht ist und viele Menschen erwarten, dass wir ihnen einen unvergesslichen Konzertabend bescheren. Immer ist auch eine Reihe neuer Besucher dabei, deren Erwartungen wir natürlich auch nicht enttäuschen möchten. Uns geht so Einiges durch den Kopf, das durch Erfahrung nicht endgültig zu beantworten ist. Die Joyful Voices sind Laiensänger, die eigentlich nur ihre Freude am Singen mit anderen Menschen teilen möchten. Schaffen wir das wirklich, springt der Funke auf unser Publikum über?

Samstag Abend, kurz vor 17 Uhr:
Einlass ist ab 17:30 Uhr angekündigt, aber schon jetzt steht eine Menschentraube vor dem Kircheneingang. Nachdem die Türen pünktlich geöffnet werden, schiebt sich ein Besucherstrom in die Kirche. Jeder versucht, einen optimalen Sitzplatz zu bekommen. Angehörige der Chormitglieder bilden das Service-Team, das die Tickets "kontrolliert", bei der Platzsuche hilft und für die Lösung aller Fragen und Probleme da ist. Auch dieses Team hat sich im Laufe der Jahre eingespielt. Wir sind allen Organisatoren und den vielen Helfern sehr dankbar, dass sie uns so tatkräftig unterstützen!

Mit dem Summen der Melodie zu "Holy is the lamb" beginnen wir unser Konzert, bevor wir mit der gesungenen Version den Gang zum Altarraum und damit zur Chortribüne beginnen. Es dauert ein Weilchen, bis alle Sängerinnen und Sänger ihren Stehplatz auf der Tribüne eingenommen haben. Wir singen nochmal eine vollständige Strophe, bevor Jenny als Chorleiterin das Publikum begrüßt. Das Konzert ist in drei Blöcke mit jeweils fünf Songs aufgeteilt. Zwischen den Blöcken zeigt die Band mit jeweils einem Solopart, was sie drauf hat! Michael am Klavier, Tobi am Schlagzeug, Ralf am Bass und der Gitarre und Annika mit ihren Saxophonen sind ein perfektes Team!

Ein fantastisches Publikum hat wieder einmal dazu beigetragen, dass wir ein unvergessliches Konzertwochenende hatten. Viele Konzertbesucher haben sich begeistert geäußert, das tut gut und belohnt unsere anstrengenden Wochen der Vorbereitung.

Die Leere nach dem Konzert hält nicht lange an. Sofort geht es weiter mit den Proben, denn als nächstes stehen die Osternacht und die Konfirmationen an. Ende April beginnen wir dann mit den Proben für das Pop-Oratorium "Luther". Die Kick-off-Veranstaltung ist in der Westfalenhalle in Dortmund, anschließend werden wir chorintern die Songs einstudieren. Wir sind schon gespannt, was Michael Kunze und Dieter Falk getextet und komponiert haben und was da auf uns zukommt. Aber schon jetzt sind wir uns sicher, dass die beiden mithilfe der Stiftung "Creative Kirche" etwas Großes auf die Beine stellen werden. Wir freuen uns, dabei sein zu können!

Es ist mal wieder Zeit, etwas ins Chor-Tagebuch zu schreiben, denn wir haben in den letzten Monaten viel getan. Die Kick-off-Probe für "Luther" in der Westfalenhalle war sehr beeindruckend und "hochkarätig" besetzt. Die Probe vor der Mittagspause hat Dieter Falk persönlich geleitet. Es ist ein einzigartiges Erlebnis, wenn ca. 3.000 Sängerinnen und Sänger ihren Chorgesang anstimmen. Diese erste Veranstaltung wollte sich natürlich auch Michael Kunze nicht entgehen lassen. Beide, Dieter und Michael plauderten ein wenig über ihre Arbeit. Alles klang ganz leicht und einfach, aber wenn man das fertige Werk als Notenbuch in den Händen hält, kann man erahnen, wie viele Tage und Nächte die beiden Künstler damit zugebracht haben, dieses Oratorium zu komponieren und zu texten!

Als Überraschungsgäste waren auch der Regisseur, Andreas Gergen, und der Luther-Darsteller, Frank Winkels, erschienen. Mit Frank gemeinsam zu singen, war fantastisch.

Nach der Mittagspause haben dann die beiden Co-Dirigenten, Matthias Nagel und Christoph Spengler, die Probe geleitet. Beide sind geniale Kirchenmusiker. Matthias Nagel ist Dozent für kirchliche Popularmusik an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford. Christoph Spengler hat einen Lehrauftraf für Popularmusik an der Musikhochschule Köln. Beide zusammen leiten seit 2014 die Ausbildung Popularmusik der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Wir "Joyful Voices" sind mit 60 Personen der größte teilnehmende Chor! Neben unseren "normalen" Chorproben gibt es regelmäßig Sonderproben für das Luther-Projekt. Einige dieser Proben finden gemeinsam mit den "Joyful Gospels", dem Gospelchor der Kirchengemeinde Schnathorst statt. Da Matthias Nagel diesen Chor seit einiger Zeit leitet und Matthias und unsere Chorleiterin Jenny musikalisch gesehen die gleichen Interessen verfolgen, ist das für uns alle natürlich eine optimale Möglichkeit der Vorbereitung!

Die Sommerferien sind vorüber, wir müssen nun an unser nächstes Jahreskonzert denken und üben schon fleißig die neuen Songs. Jenny hat wieder einige Stücke ausgesucht, die man als Ohrwurm bezeichnen kann. Aber solche Songs haben es meistens in sich, denn die Synkopen brechen das Betonungsschema eines Taktes auf, indem sie eigentlich nicht betonte Schläge eines Taktes betonen und somit rhythmische Spannung erzeugen. Das muss aber erstmal in die Köpfe von uns Sängerinnen und Sängern einziehen und da hilft nur üben, üben, üben.

 
 
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